Michael Guggemos

Sprecher der Geschäftsführung

Hans-Böckler-Stiftung

Der Geschäftsführer der Hans-Böckler-Stiftung denkt beim Stichwort Industrie 4.0 zuerst an das Wohl der Beschäftigten. Daher fördert er den Dialog zwischen Wissenschaftlern, Ingenieuren und Arbeitnehmervertretern - damit die Zukunft für alle besser wird.

"Die Frage ist, mit welchen Regeln wir die Veränderungen so organisieren, dass auch die Menschen im Blick bleiben und sich nicht allein eine technisch-betriebswirtschaftliche Flexibilität durchsetzt."

Michael Guggemos

Die Menschen im Fokus

Michael Guggemos (r) und Hartmut Hirsch-Kreinsen während des ersten Workshops zur Zukunft der Industriearbeit

Michael Guggemos (r) und Hartmut Hirsch-Kreinsen während des ersten Workshops zur Zukunft der Industriearbeit

Michael Guggemos kennt die deutsche Industrie ziemlich gut. Von 2008 bis 2013 koordinierte er die Vorstandsaufgaben der IG Metall und war so etwas wie die rechte Hand des damaligen IG-Metall-Vorsitzenden Berthold Huber. Bestens vertraut sind ihm auch die Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Politik aus seiner Zeit als Leiter des IG Metall Haupstadtbüros. Als Gewerkschafter ging es ihm dabei aber in erster Linie immer um das Wohl der Beschäftigten.

 

An die denkt er auch jetzt, wenn ihm als Geschäftsführer der Hans-Böckler-Stiftung überall das Stichwort Industrie 4.0 begegnet. An welchen Orten werden wir in einer komplett vernetzten Industrie künftig arbeiten? Und zu welchen Zeiten? Und wie wird unsere Leistung dann gemessen? So viele Chancen die Veränderungen im Zuge der Digitalisierung der Produktion bereit halten, so viele Risiken stecken auch in ihnen. Für Guggemos ist es daher ungemein wichtig, dass es Foren gibt, in denen die künftigen Entwicklungen vorab diskutiert werden.

 

Daher hat er zusammen mit acatech die Workshop-Reihe „Industriearbeit der Zukunft“ ins Leben gerufen, die Wissenschaftler, Ingenieure und Arbeitnehmervertreter zusammenbringt. Denn wenn sich beide Seiten verstehen, kann es gelingen, den technischen Wandel so zu gestalten, das er für alle zum Erfolg wird.

Biografie

1986 - 1988

Bundesvorsitzender der Jusos

1990

Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Volkskammer Fraktion der Sozialdemokratischen Partei der DDR

1999 - 2007

Leiter des Hauptstadtbüros der IG Metall in Berlin

2008 - 2013

Leiter der Abteilung Koordination der Vorstandsaufgaben beim Vorstand der IG Metall Frankfurt, Büro 1. Vorsitzender

seit 2014

Sprecher der Geschäftsführung der Hans-Böckler-Stiftung